Ende Oktober
2024 wurden zwei Anfragen zu Zahlen über die Kriminalität im kriminalitätsbelasteten Ort (kbO) Görlitzer Park und Wrangelkiez veröffentlicht (Anfrage von V. Franco und M. Burkert-Eulitz, Grüne & N. Schrader, F. Koçak und E. Eralp, alle Linke).
An sogenannten kriminalitätsbelasteten Orten (kbO) ist die Polizei in Berlin massiv präsent und besitzt deutlich erweiterte Befugnisse. So darf sie z.B. anlasslos und verdachtsunabhängig kontrollieren und durchsuchen – und das macht sie dann auch: mehr Polizeipräsenz führt zu mehr Polizeikontrollen und in deren Folge kommt es zu mehr Anzeigen (sogenannte “Kontrolldelikte”). Das ist ähnlich bei Verkehrskontrollen: wenn die Polizei vermehrt Verkehrskontrollen durchführt, gibt es mehr Verkehrsdelikte in den Statistiken.
Im kbO Görli/Wrangelkiez wurden innerhalb eines Jahres (von Juli 2023 bis Juni 2024) 1.637 Kontrolldelikte (Verstöße gegen das Betäubungsmittel-Gesetz bzw. Verstöße gegen das Aufenthaltsrecht) festgestellt. Dies sind 27,65% aller Deliktei, und das, obwohl mit der Entkriminalisierung von Cannabis ab April 2024 die Zahlen in diesem Bereich stark zurück gegangen sind. Continue reading

…unfassbar: vom Zaunkönig zum Lügenbaron!
… wow: 2.000€ sind gestern Abend beim Kiez-Bingo im SO36 für die Klagen von uns Anwohner*innen gegen den Zaun zusammengekommen!
Es ist nicht nur sinnlose und populistische Symbol-Politik, jetzt wird das Prestigeprojekt von Zaunkönig Kai auch noch teurer -während überall krass gespart werden muss!
… wir drucken wieder: bring your shirt, Beutel oder sonstwas!
Laut
In diesem englischsprachigen Beitrag vom September 2024 wirkt eindrücklich demonstriert, warum mehr Licht nicht automatisch mehr Sicherheit bedeutet. Vielmehr lässt mehr Licht viele Menschen im Gefühl von mehr Sicherheit. Tatsächlich schafft mehr Licht aber auch mehr Schatten und Kontraste und bewirkt das Gegenteil (siehe Screenshot).
Wir laden zum Kiez- & Nachspaziergang!
Der Görli ist vieles, sowohl im negativen als auch im positiven Sinne. Viele Menschen nutzen den Görli bereits: zum Chillen, zum Schlittenfahren, Kita-Gruppen und Familien zum Spielen, zum Grillen, zum Sport treiben, als Treffpunkt… Er könnte – gerade im positiven Sinn – aber noch vieles mehr sein. Dafür muss er jedoch ein öffentlicher Raum für alle bleiben. Und er sollte noch gemeinschaftlicher gestaltet werden, um ein wirklich „offener öffentlicher Raum“ (Stefanie Bock) zu werden.
Da es immer wieder Missverständnisse gibt: Im Juli hatte das Verwaltungsgericht im Eilverfahren entschieden, dass der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg “kein Abwehrrecht” gegen den Zaunbau und die Entscheidung des Senats habe. Dagegen hatte der Bezirk Beschwerde eingelegt und diese Beschwerde wurde letzte Woche vom Oberverwaltungsgericht abgewiesen.